Unternehmenssoftware

CRM-Software auswählen: Den Vertrieb zuerst definieren

Klären Sie Vertriebsphasen, Kundendaten und Bedingungen der CRM-Übergabe.

CRM-Software auswählen: Den Vertrieb zuerst definieren

CRM-Software auswählen heißt mehr, als ein Adressbuch für Telefonnummern zu suchen. Gut eingerichtet zeigt ein CRM, woher eine Verkaufschance stammt, wer sie betreut, welches Angebot besprochen wurde und was als Nächstes ansteht. Einen ungeklärten Vertriebsprozess ordnet Software jedoch nicht von selbst. Wann wird aus einem Interessenten eine Verkaufschance? Wer erstellt das Angebot? Wann gilt die Nachverfolgung als abgeschlossen? Gibt Ihr Team darauf keine gemeinsamen Antworten, sollten Sie vor dem Auswahlgespräch den Prozess klären.

Vertriebsphasen in der Sprache Ihres Unternehmens

Eine allgemeine Phasenliste lässt sich leicht übernehmen, kann aber unklare Datensätze erzeugen. Bedeutet „Gespräch geführt“, dass angerufen oder der Bedarf bestätigt wurde? Definieren Sie Eintritts- und Austrittskriterien jeder Phase. Schritte wie neue Anfrage, Bedarfsklärung, Angebotsvorstellung und ausstehende Entscheidung müssen zu Ihrem Vertriebsmodell passen. Erfassen Sie Verlustgründe gesondert: fehlendes Budget, unpassender Zeitpunkt und die Wahl eines Wettbewerbers verlangen unterschiedliche Verbesserungen. Bleiben alle nicht abgeschlossenen Chancen in einer unklaren Wartephase, verliert der Bericht seinen Nutzen.

Jede offene Verkaufschance braucht einen Verantwortlichen und eine nächste Aktion. Das kann ein Kundengespräch, eine Angebotsüberarbeitung oder eine interne Freigabe sein. Termine sind hilfreich; alle Datensätze am selben Tag vorzulegen, schafft aber keine echte Nachverfolgung. Bestimmen Sie, wie überfällige Aufgaben erscheinen, wer bei Urlaub übernimmt und was die Teamleitung verfolgt. Automatisierungen sollten diese Regeln unterstützen. Statt bei jedem Ereignis alle zu informieren, sollten sie dem zuständigen Mitarbeiter einen relevanten Hinweis geben.

Unternehmen, Kontakt und Verkaufschance sind verschiedene Datensätze

Im B2B-Vertrieb kann ein Unternehmen mehrere Ansprechpartner und gleichzeitig mehrere Beschaffungsvorhaben haben. Alles in einem Beschreibungsfeld zu sammeln, vermischt die Historie. Verknüpfen Sie Unternehmensdatensatz, Kontaktpersonen und Verkaufschancen. Im Privatkundenvertrieb können andere Felder nötig sein. Begrenzen Sie Pflichtfelder: Muss das Team unbekannte Angaben eintragen, entstehen erfundene oder bedeutungslose Daten. Wann eine Information tatsächlich benötigt wird, kann das Verhalten des Erfassungsformulars bestimmen.

Die Kommunikationshistorie besteht nicht nur aus Gesprächsnotizen. Auch Angebotsversionen, veränderte Kundenanforderungen und Zusagen müssen nachvollziehbar sein. Ein kurzer Erfassungsstandard macht Notizen lesbar: Bedarf, besprochenes Thema und nächster Schritt. Sammeln Sie keine unnötigen persönlichen Details. Zugriffsrechte, Aufbewahrung und Regeln für erlaubte Kommunikation gehören zum Projektumfang. Dass das Vertriebsteam sämtliche Kundendaten herunterladen kann, ist nicht in jedem Betrieb akzeptabel.

Steuern Sie die Präsentation mit drei Beispielen

  1. Lassen Sie eine neue Anfrage aus dem Webformular dem richtigen Mitarbeiter zuweisen.
  2. Erstellen Sie eine Angebotsüberarbeitung und eine Folgeaufgabe für ein Unternehmen mit zwei Ansprechpartnern.
  3. Übertragen Sie die Verkaufschancen eines Mitarbeiters im Urlaub auf eine Vertretung und rufen Sie die bisherige Kommunikation auf.

Diese Szenarien zeigen, wie die Ansichten zusammenarbeiten. Wo wird derselbe Vorgang wiederholt? Welche Daten muss ein Mitarbeiter neu eingeben? Welche Informationen fehlen der Leitung? Bei der CRM-Bewertung zählt neben eindrucksvollen Berichten auch der Erfassungsaufwand. Für Außendienstteams kann es wichtig sein, am Smartphone Gesprächsnotizen hinzuzufügen oder Aufgaben einzusehen. Mobile Nutzung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine eigene App nötig ist. Ob eine Weboberfläche ausreicht, müssen reale Aufgaben zeigen.

Welche Entscheidung unterstützt der Bericht?

Die Zahl der Verkaufschancen, Angebotswerte und abgeschlossene Verkäufe haben unterschiedliche Aussagekraft. Für eine Vertriebsprognose müssen Phasendefinitionen und die verwendete Wahrscheinlichkeitslogik erklärt werden. Die Summe eingegebener Beträge ist keine sichere Umsatzberechnung. Konversion nach Herkunft, Verweildauer in einer Phase und Verlustgründe beantworten unterschiedliche Führungsfragen. Besprechen Sie auch, wie nachträglich geänderte Datensätze im Berichtszeitraum behandelt werden. Wer das Team allein an Anrufzahlen misst, kann hochwertige Gespräche zur Lösung von Kundenbedürfnissen übersehen.

Datenmigration ist ein eigener Arbeitsbereich

In Tabellen kann derselbe Kunde unter verschiedenen Namen stehen. Vor der Migration müssen Dubletten zusammengeführt, leere Felder geprüft und alte Datensätze bereinigt werden. Das Technikteam sollte nicht erraten müssen, welcher Eintrag aktuell ist. Bereiten Sie Beispieldaten vor und vereinbaren Sie mit der Agentur die Feldzuordnung. Dateianhänge und frühere Angebote gehören gesondert in den Migrationsumfang. Ebenso wichtig ist, unter welchen Bedingungen Daten bei einem späteren Systemwechsel exportiert werden können. Nur den ersten Import zu besprechen, übersieht langfristige Abhängigkeiten.

Wo lohnt sich individuelle Entwicklung?

Ein Standard-CRM kann die grundlegende Nachverfolgung abdecken. Für besondere Angebotsberechnungen, Händlerbeziehungen oder interne Freigaben können Anpassungen nötig sein. Beschreiben Sie zunächst das konkrete Nutzungsproblem und entscheiden Sie erst dann über die Entwicklung. Im Rahmen von HazırSofts individueller Softwareentwicklung lassen sich die Integration eines bestehenden CRM oder eine unternehmensspezifische Lösung prüfen. Quellcodeübergabe, Abhängigkeiten von externen Diensten und Wartungsumfang müssen im Vertrag stehen. Mit einem begrenzten Vertriebsteam zu starten und verlässliche Datenerfassung zu etablieren, ist eine solidere Grundlage als eine Oberfläche voller ungenutzter Funktionen.

HazırSoft Redaktion

Die HazırSoft Redaktion bereitet Erfahrungen unseres Teams aus Webdesign, Softwareentwicklung und SEO als verständliche Entscheidungshilfen für Unternehmen auf.

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